Inklusion – Eine Frage der Haltung (Teil 1)
In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Dr. Olga Graumann über die Anfänge der schulischen Inklusion in Deutschland – und darüber, was es braucht, damit sie gelingt.
In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Dr. Olga Graumann über die Anfänge der schulischen Inklusion in Deutschland – und darüber, was es braucht, damit sie gelingt.
In dieser Episode spreche ich mit Christoph Holtwiesche über die Herausforderungen und Möglichkeiten der Differenzierung im Schulalltag.
Wie kann Unterricht gelingen, wenn die Lernvoraussetzungen der SchĂĽler:innen so unterschiedlich sind?
Was spricht für eine innere Differenzierung – und wo stößt äußere Differenzierung an ihre Grenzen?
Wir diskutieren, warum die aktuelle Kurslogik nicht immer gerecht ist, welche Rolle Lehrkräfte spielen und wie Bewertung neu gedacht werden könnte.
In dieser Folge spreche ich mit Christoph Holtwiesche – langjähriger Kollege, Freund und ehemaliger Oberstufenleiter – über die Herausforderungen und Möglichkeiten inklusiven Unterrichts in der gymnasialen Oberstufe.
Wie kann man Vielfalt gerecht bewerten? Wo liegen die Grenzen? Und welche strukturellen HĂĽrden behindern echte Chancengleichheit?
Ein Gespräch mit viel Tiefgang, persönlichen Erfahrungen und kritischen Fragen zur Leistungsbewertung, Differenzierung und dem Spannungsfeld zwischen Anspruch und Realität.
Folge 7: Von der Integration zur Inklusion – Als Vielfalt ein Thema wurde
In dieser ersten Folge der Mini-Serie zur Inklusion blicke ich zurück auf die Anfänge schulischer Integration in den 1990er-Jahren – und erzähle, wie sich daraus nach und nach der Anspruch auf Inklusion entwickelte.
Ich schildere meine ersten Erfahrungen mit Förderkindern, die Herausforderungen im Kollegium, kleine Erfolge – und die Einsicht: Heterogenität war schon immer da. Die Frage war nur, wie wir ihr im Unterricht begegnen.
Eine persönliche Spurensuche zwischen Motivation, Unsicherheit und ersten Antworten.
Kurze Inhaltsbeschreibung:
Mitte der 90er Jahre übernahm ich meine erste Integrationsklasse – vier Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, 26 Schüler insgesamt, und keine Anleitung. Wir nannten sie „I-Kinder", sie saßen verteilt im Raum, der Förderkollege lief ständig von Ecke zu Ecke. Wir wollten integrieren – aber wir wussten nicht wie.Dann kam der Wendepunkt: Ein Stationenlauf zur Französischen Revolution. Sabrina, ein schüchternes Mädchen, blühte plötzlich auf. Sie arbeitete konzentriert, half anderen – und ich verstand: Frontalunterricht funktioniert nicht für Inklusion. Offene Lernformen sind der Schlüssel.In dieser Folge erzähle ich, wie ich von „I-Kindern" im Integrationsraum zu Wochenplänen, Helfertafeln und echter Differenzierung kam...
**Kurze Inhaltsbeschreibung:
**In dieser Folge erzähle ich meine Geschichte: Von Sizilien nach Mainz, als Gastarbeiterkind ohne Deutschkenntnisse eingeschult, die Schule ohne Abschluss verlassen – und dann den langen Weg zurück. Alle Abschlüsse nachgeholt, Lehramt studiert, an der Volkshochschule unterrichtet, im Gefängnis gelehrt, schließlich Schulleiterin geworden.
Diese Erfahrungen haben meinen Blick auf Schule geprägt. Ich kenne beide Seiten: die der Aussortierten und die der Verantwortlichen. Ich weiß, was es bedeutet, nicht gesehen zu werden – und warum niemand zurückgelassen werden darf.
52.000 Jugendliche verlassen jährlich die Schule ohne Abschluss. Das darf nicht unsere Haltung sein. Wir müssen es anders denken.
Der Klassenrat existiert an fast jeder Schule – aber funktioniert er wirklich? Zu oft bleibt er ein Papiertiger: zwei Klassensprecher sollen alles regeln, die Klasse darf kaum mitbestimmen, echte Strukturen fehlen.In dieser Folge zeige ich, wie es anders gehen kann: Der Klassenrat nach dem Vorbild eines Stadtrats. Mit einem gewählten Team statt Einzelkämpfern. Mit klaren Zuständigkeiten – wie Umweltamt, Sozialamt, Verwaltung. Mit echter Mitbestimmung für alle, auch für zurückhaltende Kinder.Ich stelle zwei konkrete Modelle vor, die Verantwortung aufteilen, Inklusion ermöglichen und Demokratie nicht nur simulieren, sondern wirklich erlebbar machen. Denn Stadtrat funktioniert – warum nicht auch Klassenrat?
Die Wahl der Klassensprecherin bzw. des Klassensprechers ist oft die erste Erfahrung mit Demokratie. Aber lässt sich dieses demokratische Prinzip nicht noch stärker nutzen? In dieser Folge erfahrt ihr mehr über den Ablauf, die Aufgaben und wie der Prozess transparenter gestaltet werden kann – hin zu einer gelebten demokratischen Struktur, die echte Mitbestimmung ermöglicht.
Hakenkreuze im Klassenzimmer – Warum Schulen zu spät reagieren"
Hakenkreuze auf Tischen, antisemitische Kommentare, Schüler, die NS-Symbole nutzen, ohne ihre Bedeutung zu kennen – das ist Alltag an deutschen Schulen.
12 % der 18- bis 29-Jährigen haben noch nie von Holocaust oder Shoah gehört. 40 % wissen nicht, dass 6 Millionen Jüdinnen und Juden ermordet wurden. Wie kann das sein – obwohl der Nationalsozialismus seit 1978 im Lehrplan steht?
Das Problem: Schulen kommen zu spät. NS-Unterricht findet erst in Klasse 9/10 statt – aber bis dahin haben sich Jugendliche längst durch Internet, Fake News und rechtsextreme Propaganda eine Meinung gebildet....
In dieser ersten Episode erfährst du, warum Schule für mich mehr ist als nur ein Ort der Wissensvermittlung. Schule hat Macht – sie kann unsere Gesellschaft prägen, demokratische Werte vermitteln und echte Teilhabe ermöglichen. Doch nutzen wir dieses Potenzial wirklich?
Ich spreche darüber, warum ich diesen Podcast starte, welche Themen dich erwarten und warum Schule und Demokratie untrennbar zusammengehören.
✨ Bleib dran – denn Bildung geht uns alle an!